10.01.12 – 11.01.12
Am Flughafen Mumbai blieb unser Plan, noch am selben Abend einen Weiterflug nach Goa buchen zu können leider erfolglos. Wir entschieden daher, uns Mumbai doch noch anzusehen und fuhren per Taxi in den Süden der Stadt. Der Taxifahrer zeigte während der gut zweistündigen Fahrt ins Colaba-Viertel immer wieder nach links und rechts und machte uns auf die Sehenswürdigkeiten aufmerksam. Auf der Suche nach einem Cafe mit Wi-Fi, um den Weiterflug zu buchen, merkten wir das erste Mal: Indien ist anders. Wi-Fi hat es anscheinend noch nicht bis hierhin geschafft, wir mussten uns vorerst mit einem einfachen Internetcafe begnügen.
Den nächsten Tag starteten wir im Cafe Mondegar, ein witziges Cafe, einem französischen Bistro ähnlich. Weiter ging es zu Fuss zum Gateway of India und dem Taj Mahal Hotel, welches im November 2008 Opfer von Terroranschlägen war und teilweise zerstört wurde. Danach ging es mit dem Taxi zum Mahalaxmi Dhobi Ghat, der grössten menschlichen Waschmaschine der Welt. In gemauerten Waschbecken wird die Wäsche der umliegenden Spitäler und grösseren Hotel wie das Taj Mahal Hotel, nach Farbe sortiert, gewaschen und anschliessend zum Trocknen aufgehängt, gebügelt, zusammengepackt und wieder verteilt.
Wir schauten dem Spektakel von der Zugbrücke einige Minuten zu und stellten uns die eine oder andere hygienische Frage, über welche man dann aber besser nicht zu lange grübelt. Als letztes sahen wir uns noch die CTV Station, das riesige Bahnhofsgebäude im Kolonialstil, an, liessen im Cafe Royal bei einem Gin Tonic die ersten Eindrücke von Indien auf uns wirken und freuten uns auf den nächsten Tag, auf die Reise nach Goa.
Da wir etwas sightseeing-faul waren, begnügten wir uns die Tage mit Boot-Taxi fahren, durch die Khao San Road (Backpackerghetto mit vielen Bars und noch viel mehr sturzbetrunkenen, wahnsinnig coolen Touris, Expads oder Möchte-Gern-Hippies) schlendern, gingen am Weekend Market, Night Market oder in Chinatown shoppen oder schlürften den besten Mango-Margarita in der Enjoy Bar. Auch Bangkok konnte uns, wie zuvor Chiang Mai, nicht ganz von Thailand überzeugen, weshalb wir am Dienstag weiter nach Mumbai flogen.
Mit dem Localbus ging es nach Tha Khaek, was bereits ein kleines Abenteuer war. Wenn alle Sitzplätze besetzt sind, ist der Bus aber noch lange nicht voll. Auf Plastikschemmeln, die im Gang aufgestellt werden, können sicher nochmals 10 Personen platziert werden. Der Bus wurde dann auch noch vollgepackt, mit allem, was man halt so braucht. Unsere Rucksäcke fanden auf dem Dach neben einem Mofa und einem Esstisch ihren Platz. Nach 2 Stunden Fahrt hielten wir in einem kleinen Städtchen und etwa 10 Verkäuferinnen mit Fleischspiessen, Eier und sonstigen, manchmal undefinierbaren Sachen kämpften sich in den Bus um ihre Ware zu verkaufen. In Savannakhet mussten wir zweimal den Bus wechseln, obwohl unserer eigentlich direkt nach Tha Khaek fahren sollte, und nach 4stündiger Verspätung kamen wir dann doch noch am Ziel an.
Tha Khaek ist noch verschlafener und hat noch weniger zu bieten als Pakse. Wir mieteten uns ein Motorrad, mit welchem wir die 200km zu den Kong Lo Caves fuhren – also erneut mehrere Stunden auf einem Motorrad! Einmal mehr war es eine Fahrt durch wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft, an badenden Wasserbüffeln, Fussball spielenden Schulkindern, Brücke blockierenden Schweinen oder einfach nur massiven Bergen und weiten Feldern vorbei. Weniger schön war dann der platte Reifen, den wir mit 90km/h eingefangen und zum Glück ohne Sturz überstanden haben. Wir gönnten uns dann ein etwas edleres Bungalow in der
Am nächsten Morgen fuhren wir die letzten Kilometer bis zum Höhleneingang, mieteten uns einen Holzkahn mit 2 Guides und durchquerten die Kong Lo Caves. Man tuckert zuerst ins schwarze Nichts, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnten und man die Stalaktiten und Stalagmiten, die Felsformationen oder die riesige Hallen bestaunen konnte. Auf der anderen Seite der Höhle legten wir eine kurze Kaffeepause ein, bevor es wieder auf dem gleichen Weg zurückging.
Zudem wollten wir eigentlich im letzten Drittel des Trails am Katamtok Wasserfall den Sonnenuntergang geniessen und übernachten, leider war ausgerechnet hier das Resort nicht mehr vorhanden! Wir mussten also weiter über Stock und Stein und als sich die Sonne längst verabschiedet hat fanden wir am Tad Hua Khon endlich was zu Essen und ein Bett. Ob dieses Resort wirklich noch offiziell in Betrieb war oder nicht wissen wir nicht, es sah nämlich ziemlich verwahrlost aus.
Am zweiten Tag ging es weiter zum Tad Lo, wo wir Danielle, Hill und Maïder kennen lernten und uns für den nächsten Tag in Pakse verabredeten, um gemeinsam Silvester zu feiern. Am letzten Tag fuhren wir zurück nach Pakse und trafen uns wie verabredet im Jaidee. Dort wurden wir aber kurz vor Mitternacht rausgeworfen, da der Besitzer wohl selber feiern wollte. So rutschten wir halt auf unserem Hostel-Balkon mit unseren Nachbarn Gaelle und Christopher bei einer Dose Cola ins neue Jahr.