19.08.13 – 26.08.13
Arequipa lockte uns nur schon mit ihren durchschnittlich 360 Sonnentagen im Jahr, hatte als UNESCO Weltkulturerbe-Stadt aber auch sonst Einiges zu bieten. Der Hauptplatz war von wunderschönen kolonialen Prachtbauten umrundet, in denen viele Cafes und Lädeli zu finden waren und wo man durch grosse Türen in lauschige Innenhöfe gelangte. Dank einer zweistündigen Citybustour kamen wir auch in etwas weniger bekannte Viertel der Stadt und sahen die berühmten Torbögen im Barrio Yanahuara, hatten von einem Aussichtspunkt gute Sicht auf die drei Vulkane Misti, Chachani und Picchu Picchu und sahen in einem Minizoo mal alle vier berühmten Lama-Arten, Vicuñas, Alpacas, Lamas und Guanakos, auf einmal, können sie aber trotzdem noch nicht richtig auseinander halten :). Viel Zeit verbrachten wir einfach damit, durch die engen Gässchen zu schlendern, einen Apero auf einem Balkönli am Plaza de Armas zu geniessen oder in der Sonne auf der Dachterrasse von unserem Hostel ein Buch zu lesen.
Wir besuchten das berühmte Kloster Santa Catalina, eines der wichtigsten religiösen Bauwerke aus der Kolonialzeit. Dort wurden früher fast ausschließlich nur Mädchen aus reichen spanischen Familien Nonnen, heute leben noch etwa 80, hauptsächlich peruanische, Nonnen im Kloster Am Donnerstag waren die Türen auch nach Sonnuntergang noch geöffnet und die Räume, Gänge und Gassen mit Kerzen oder Feuer ausgeleuchtet, was der Stadt in der Stadt zusätzlichen Charme verlieh.
In der Gegend um Arequipa ist insbesondere der Colca Canyon bekannt, der – je nach Quelle – der tiefste oder zweittiefste Canyon der Welt, aber ohne Zweifel tiefer als der Grand Canyon, ist.
Morgens um drei fuhren wir mit dem Bus und mit Kissen und Decken ausgestattet über einen Pass auf 4900 Meter und weiter nach Chivay, wo wir ein wärmendes Frühstück erhielten. Via Cruz del Condor, einem Aussichtspunkt, wo man mit Glück Kondore beobachten kann, die dank der dort vorherrschenden Thermik elegant durch die Luft schweben, fuhren wir nach Cabanaconde, dem Tor zum Colca Canyon und somit Startpunkt für den Abstieg in die Oase. Da ein Teil des üblichen Weges im Canyon vor drei Wochen durch ein Erdbeben verschüttet wurde, konnten wir nur eine etwas abgespeckte Version der Wanderung unternehmen. Auf dem steilen Abstieg genossen wir die wunderschöne Aussicht und 1200 Höhenmeter später unten angekommen stürzten wir uns als erstes in den eiskalten Pool und verbrachten einen gemütlichen aber sehr kühlen Abend.
Die Nacht war leider bereits um 5 Uhr zu Ende, da sich um diese Zeit unsere Gruppe für den Aufstieg aus dem Canyon traf. Mit sehr wackeligen und müden Beinen kamen wir wieder in Cabanaconde an, wo wir ein dringend benötigtes Frühstück genossen – das Rührei war noch niiiiieee so köstlich wie zu diesem Zeitpunkt :). Da es in der Nacht ein kleines Unwetter gab, wurde nun auch noch ein Teil der Zufahrtsstrasse nach Cabanaconde verschüttet. Gerüchten zufolge sollten wir für mindestens zwei Tage feststecken.
Wir warteten einfach mal ab und sonnten uns und unsere Wäsche vor dem Brunnen auf dem Hauptplatz. Mit knapp zweistündiger Verspätung kam dann unser Büssli doch noch angebraust, da man Cabanaconde auch noch über eine zweite, längere und ältere Strasse erreichen kann. Auf dem Rückweg nach Arequipa wären eigentlich einige Foto- und Badestopps vorgesehen gewesen, da sich das Wetter aber zusehends verschlechterte, die Felder und Strassen schneebedeckt waren und wir deshalb nur im Schritttempo vorwärts kamen, beschlossen wir einstimmig alle Stopps auszulassen und direkt nach Arequipa zurückzufahren.
Die restlichen Tage waren ganz der Erholung gewidmet und an unserem letzten Abend gönnten wir uns im Restaurant ZigZag noch ein feines Alpaca-Filet und ein ziemlich mastiges Schoggimousse.
Auf dem Weg nach Arequipa machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in
Nach einer kurzen Zwei-Stunden-Fahrt kamen wir in
Und wieder fuhren wir vier Stunden durch die Wüste bis nach Paracas. Hier genossen wir vor allem die Sonne, in Lima war sie ja selten anzutreffen, die Meeresluft und Lea’s ersten Pisco Sour. Am frühen Morgen fuhren wir dick eingepackt und mit leuchtender Schwimmweste zu den
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Wir hatten danach zwar eine Überdosis heisse Schoggi, dafür wissen wir nun, dass man aus Schokolade auch Tee machen kann. Auch das Künstlerviertel
Mit Bus und Colectivo, die nicht wirklich praktisch sind für viel Gepäck, was uns ein älteres Männchen mit seinem Kopfschütteln während der ganzen Fahrt auch immer wieder in Erinnerung rief, ging es von Chiclayo über Trujillo ins kleine Fischerstädtchen
Huanchaco bietet sich, als Alternative zur Grossstadt Trujillo, gut als Basis für die Besuche der umliegenden Sehenswürdigkeiten an. So düsten wir am Montag auch nach
Eigentlich wollten wir auf dem Weg nach Lima noch ein bisschen in die Berge nach Huaraz. Leider spielte das Wetter nicht so mit, und trekken bei Nebel, Dauerregen und 12° stellten wir uns nicht so flauschig vor, so dass wir die Tage, bis wir in Lima sein müssen, am Strand bei Sonne, Meer,
Am Samstag fuhren wir mit einem abenteuerlichen Bus ins Nichts zur Ausgrabungsstätte
Chiclayo selbst hat sonst nicht allzu viel zu bieten. Auf dem hochgelobten Mercado de Brujos (Hexenmarkt) fand man zwar viele Kräuter, Wässerchen, Pülverchen, Voodoo-Puppen und ein Sammelsurium von Kuriositäten, auch wurde uns San Pedro, eine Droge aus einem Kaktus, angeboten und eine Visitenkarte eines berühmten Schamanen in die Hände gedrückt, aber als wirklich mystisch, magisch oder sonst irgendwie inspirierend empfanden wir die sieben Marktbuden nicht unbedingt. Auch der Paseo Artesanal, der als bester Open-Air-Markt für Souvenirs beschrieben wird, hat uns mit seinen fünf Häuschen, von denen zwei geschlossen waren, nicht überzeugt :).
Dafür kamen wir kulinarisch einmal mehr auf unsere Kosten. Wir sind all diesen Dingen schon ein paar Mal über den Weg gelaufen, aber erst hier haben wir zugeschlagen. Da war dieser köstliche Arroz de Leche gemischt mit