24.07.12 – 25.07.12
Diesmal ging es vom tropischen Insel-Klima in die Kühle der Berge.
Unserem Boot fehlte zwar zuerst der Captain, dies schien doch ausser uns niemanden zu stören. Erst als wir auf dem Wasser mit Winken und Rufen auf uns aufmerksam gemacht haben, durften wir in ein Boot mit Fahrer umsteigen und kamen mit kleiner Verspätung doch noch auf dem Festland an. Mit dem Minibus gings dann weiter nach Tanah Rata in den Cameron Highlands, dem Tee- und Erdbeerenland :). Die Gegend war dank den kühleren Temperaturen in der Kolonialzeit für die Briten ein beliebter Ferienort, weshalb man noch viele traditionelle Gasthäuser (und einen Golfplatz) sieht.
Mit dem Wetter hatten wir grosses Glück. Die letzten Tage zuvor regnete es anscheinend öfters, während wir dort waren strahlte die Sonne und es war sogar richtig warm. Das Wandern mussten wir trotzdem auslassen, da Valentina eine fiese Wunde am Fuss hatte und keine Schuhe anziehen konnte. Das Alternativprogramm in FlipFlops sah so aus: Wir besuchten die Sungai Palas Boh Teaplantation, spazierten durch die Fabrik und Teeplantagen und gönnten uns bei Anju’s Strawberryfarm Erdbeeren mit Schlagrahm und Erdbeerkuchen. Am Abend schlugen wir uns die Bäuche auf dem Foodmarket voll und genossen im gemütlichen Guesthouse Cameronian Inn einen heissen Gute-Nacht-Tee.
Nach zwei Tagen verabschiedeten wir uns auch von Valentina, die uns Richtung Kuala Lumpur verlässt, während wir weiter nach Penang ziehen, um das Visum für Indonesien zu beantragen.
Perhentian Islands ist eine Inselgruppe an der Ostküste Malaysias. Wir waren auf der kleineren der zwei Hauptinseln, Perhentian Kecil, am Long Beach. Die Insel besteht hauptsächlich aus Dschungel und weissen Sandstränden mit türkisblauem Wasser und es kommt ab und zu mal vor, dass ein Varan vorbeischaut um Hallo zu sagen und Eichhörnchen dein Chalet mit Nüssen bewerfen :). Wieder haben wir ein Fleckchen Paradies mit traumhafter und gemütlicher Stimmung gefunden.
Wir haben all die Tage nicht nur das chillige Inselleben und das gute Essen genossen. Wir haben uns tatsächlich an den Open Water Dive Course gewagt, steckten unsere Nasen während vier Tagen in ein Theoriebuch une statteten Nemo unter Wasser mehrere Besuche ab. Wir haben definitiv Lust auf mehr Tauchgänge – sobald das Wasser wieder aus unseren Ohren verschwunden ist :).
Beim ersten Besuch haben wir nicht viel unterommen. Wir waren in der Nacht auf dem KL Tower und genossen den Ausblick auf die Stadt und insbesondere auf die Petronas Towers, die wir uns auch noch von Nahem anschauten und wo wir die obligatorischen Fotos schossen :).Beim Besuch des 10-stöckigen Shopping Paradies Bataya Time Square hat Säbi auch noch ihre neue Fast-Food-Kette entdeckt, die Toast Box, ein im 60er Jahre Stil dekoriertes Cafe, wo’s nur Kaffee, Tee und Toast gibt, yummie. Und natürlich haben wir mit Fedi mitgefiebert und -gefeiert :).
Irgendwo zwischen Kuala Lumpur und Kuala Besut wurde Silis Rucksack gestohlen, sein ganzes Hab und Gut reduzierte sich in kürzester Zeit auf ein Paar Boxershorts, kurze Hosen, ein T-Shirt, ein Puli und Flip Flops (und den Tagesrucksack mit allen Wertsachen, zum Glück). Mit dem ganzen Car (inkl. einiger Fahrgäste) gings zur Polizei, die nur mit den Schultern zuckten und uns an die Polizei in Kuala Lumpur verwies, da der Rucksack vermutlich bereits dort gestohlen wurde, bevor wir überhaupt den Busbahnhof richtig verlassen haben – organisierte Banden seien am Werk, schön warnen sie die Kunden im Nachhinein :). Also mit demselben Bus, dieselbe Strecke – diesmal bei Tageslicht– zurück nach Kuala Lumpur. Dort verbrachten wir die nächsten zwei Tage mit Videoüberwachungsbänder analysieren, Polizeirapport ausfüllen und Marathon-Shopping für Sili. Säbi durfte sich zur Belohnung fürs Taschentragen auch noch zwei T-Shirts für 6 Ringit (2 Franken) pöschtele :).
Die Zugfahrt von Ella nach Colombo gilt als eine der schönsten Bahnfahrten Asiens. Wir wollten die Fahrt in zwei Etappen machen und hatten Glück, da wir dank dem Hostel-Besitzer des Suntop Inn noch zwei „1st Class Observation Car Tickets“ von Ella nach Kandy ergattern konnten. So liessen wir uns in einem gemächlichen Tempo durch die schöne Berg-Tee-Wiesen-Dschungel-Landschaft schütteln. Zwischendurch wurde es zwar ziemlich neblig, den grössten Teil der Fahrt konnten wir jedoch den Kopf aus den Fenstern strecken und den Fahrtwind geniessen.
Mit uns befand sich auch eine Familie mit Freunden im Waggon. Zusammen genossen sie ein paar Tage Urlaub. Auf halber Strecke packten sie Gitarre und Trommel (und Schnaps) aus und unterhielten uns mit hrem Geklatsche und Gesang. Wir hatten eine sehr kurzweilige und amüsante Zugfahrt und mussten versprechen, bei der nächsten Sri Lanka Reise bei ihnen vorbeizuschauen.
Kandy selbst empfing uns mit üblem Wetter und kalten Temperaturen. Es sollte in den nächsten Tagen nicht besser werden, weshalb wir gleich Zugtickets für den nächsten Tag Richtung Colombo organisierten. Am Abend besuchten wir noch die buddhistische Zeremonie im
Mit kleiner Verspätung verliessen wir Kandy am nächsten Tag wieder und fuhren im Radjanhani-Luxury-Coach Richtung Colombo. Wir genossen es in bequemen Ledersitzen zurückgelehnt unser Käfeli zu schlürfen und einfach in die Welt hinaus zu gucken. Wir hatten beide nach den Tagen auf dem Land (noch) überhaupt keine Lust auf Grossstadt, weshalb wir in Colombo nur kurz einen Verpflegungsstopp einlegten und mit dem letzten Bus nach Negombo fuhren. Bei Victor vom
Nach so viel Strand ging es für die letzten Tage noch ins Hochland nach Ella, ein winzig kleines Dörfchen inmitten von weiten Teeplantagen. Wir haben uns Fahrräder ausgeliehen und sind damit den Little Adams Peak hochgefahren, von wo wir einen wunderschönen Blick auf die grünen Teefelder hatten, bis uns der Monsoon-Regen einholte :). Im Nescoffee Shop haben wir den bisher besten Kaffee der Insel erhalten und uns an singhalesische Spezialität gewagt: Lamprai – Reis, Fleisch und Curry in einem Bananenblatt gebacken. Dort haben wir dann auch bei Bier und Mojito den Spanischen Sieg an der Fussball-EM gefeiert :).
Busfahren in Sri Lanka ist eigentlich ähnlich wie in Indien. Farbige, mehr oder weniger fahrtaugliche Kisten, Innen mit Blumen und einem Altar geschmückt, düsen in einem Affentempo durch die Gegend, während laute Bollywood-Film-Musik aus den Boxen erklingt und einem das Gefühl gibt, selber gerade im (falschen) Film zu sein. Voll ist der Bus, wenn wirklich niemand mehr reinpasst und auch dann können noch zwei drei Personen aufgeladen werden, die dann auf der Treppe bei der Eingangstür, die sowieso immer offen ist, stehen. Man wird von den Einheimischen oft neugierig beobachtet und kommt schnell ins Gespräch, Smalltalk mit den üblichen Fragen. Viele Touris reisen in Sri Lanka mit einem privaten Taxi, so dass man sehr sehr selten andere Westler in den öffentlichen Bussen antrifft.
Arugam Bay ist ein Surferparadies und unter den zehn besten Surf Spots der Welt. Die Atmosphäre ist sehr relaxed, es hat viele Hostels mit Cabanas am Strand, abendlichen BBQ’s und natürlich kann man überall Surfbretter mieten. Das haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Während Sili schon fast wie ein Profi auf den Wellen mitritt, kann sich Säbi Meisterin in der Seehund-Figur nennen :).
Arugam Bay ist wieder sehr touristisch und wir haben sehr viele Schweizer angetroffen. Mit dem 
Der Nordosten Sri Lankas war vom fast 3o-jährigen Bürgerkrieg stark betroffen und bis 2009 noch Sperrgebiet. Zudem blieb auch dieser Küstenabschnitt vom Tsunami 2004 nicht unverschont. Vieles befindet sich erst im Aufbau, bspw. Strassen, Infrastruktur, Tourismus etc., weshalb sich noch nicht so viele Touristen hierher wagen. So verbrachten wir ein paar ruhige, entspannte Tage, meist
in Fernando’s Bar mit Nichtstun :), planten unsere Weiterreise, hüpften ins Meer und genossen ein kühles Bier beim Sonnenuntergang. Am letzten Tag schafften wir sogar einen kurzen Sightseeing Trip nach Trinco und gingen zum Znacht ins Palm Beach, das als bestes Italienisches Restaurant in Sri Lanka gepriesen wird. Es wurde nicht zu viel versprochen: Die Bruschetta, das Chnoblibrot, die Pasta – ein Traum. Wenn sich jemand mal nach Uppuveli verirren sollte, ist ein dortiger Besuch ein Muss! 🙂 Und auch in Uppuveli liessen wir die Abende natürlich jeweils mit der Fussball-EM ausklingen :).
Per Bus ging es nach Dambulla, wo wir uns am Nachmittag gleich die buddhistischen Höhlentempel anschauten. In den fünf Haupthöhlen, die auf einem 100 Meter hohen Felsmassiv liegen, bestaunten wir die Wandmalereien und Buddhastatuen aus dem 15. Jahrhundert, die alle in Form und Farbe noch ziemlich gut erhalten waren. Am Fusse lag der Golden Temple, der eine Art Museum ist und von aussen mit seiner goldenen Buddha-Statue und dem Eingangstor in Form eines riesigen Löwen-Mauls ziemlich kitschig war.
Am nächsten Tag machten wir uns bereits um halb 7 auf ins 20km entfernte Sigiriya, zum Lions Rock, einem Monolith, auf dem sich die Ruinen einer historischen Felsenfestung befinden. Natürlich meinten die TukTuk-Fahrer vor der Busstation, um diese Zeit fahre noch gar kein Bus, doch wir hatten Glück, keine 5 Minuten gewartet und wir konnten in einen Localbus reinhüpfen, der uns in 40 Minuten an unser Ziel brachte. Der Aufstieg war weniger anstrengend als erwartet (man liest und hört ja so einige Schauermärchen). Auf halber Höhe erreichten wir eine Wendeltreppe, die uns in eine Höhle unter einem Felsüberhang führte, die für ihre Wandmalereien, die „Wolkenmädchen“, bekannt ist. Anscheinend wurden die Bilder in den 70er Jahren restauriert, wobei einige Handwerker bei einigen barbusigen Frauen noch ein kleines Brust-Lifting durchgeführt haben und die Brustwarzen höher gezeichnet haben :).
Wir erklommen weitere Stufen bis zur ersten Ebene, wo sich die Überreste des Löwentors, zwei riesige Löwentatzen, befanden. Ab dort ging es über eine Eisen-Treppen-Konstruktion auf den Gipfel, wo wir die Ruinen betrachteten und vor allem den atemberaubenden Ausblick genossen. In den letzten Wochen kam es dort aber vermehrt zu Wespen- und Hornissen-Attacken, weshalb wir uns schnell wieder auf den Rückweg machten, als die ersten Viecher um unsere Ohren flogen.
Wir hätten keinen besseren Start erwischen können. Negombo ist zwar absolut touristisch und hat kulturell eigentlich Nichts zu bieten, aber wir waren am Strand, konnten unsere Mägen mit feinem Essen kurieren und haben mit dem