24.06.13 – 26.06.13
Otavalo ist eine der bekanntesten Andenstädten, vor allem wegen dem berühmten Handwerksmarkt auf dem Plaza del Poncho im Stadtzentrum. Er gilt als der grösster in ganz Südamerika und findet jeden Tag statt, wobei Mittwoch und Samstag die Hauptmarktage sind. Auch wir drehten zwei drei Runden durch den Markt und waren dann, als wir uns ein bisschen über die Preise und das südamerikanische Feilschen schlau gemacht haben, auch erfolgreich.
Wir spazierten zum Parque Condor, einer Raubvogel-Auffangstation, wo verletzte Greifvögel, oder solche aus illegaler Haltung, gepflegt und falls möglich wieder ausgewildert werden. Meist haben sie sich aber bereits so an Menschen gewöhnt, dass sie freiwillig wieder zurückkehren und daher auch weiterhin dort leben. Wir kamen noch in den Genuss einer Flugshow und einer kurzen Fotorunde mit Chico. Auf dem Rückweg kamen wir am El Lechero vorbei, ein von der indigenen Bevölkerung verehrter Baum, der zwar nicht so spektakulär war, dafür einen wunderschönen Blick auf den dahinterliegenden Lago San Pablo bot.
Unser Besuch in Otavalo fiel gerade auf Inti Raymi, eine religiöse Zeremonie aus der Inkazeit zu Ehren der Sonne resp. Wintersonnenwende, und San Juan, das Fest des Heiligen Johannes des Täufers. Beides sind bedeutende Feste, die von den Indigenas in Otavalo und aus den umliegenden Dörfern noch heute während mehreren Tagen mit bunten Tänzen, Prozessionen, viel und gutem Essen und vor allem Alkohol zelebriert werden. Dabei tragen sie teilweise ihre typische Tracht – weisse Hosen und dunkler Poncho bei den Männern, dunkler Rock und eine weisse bunt bestickte Bluse bei den Frauen. Wir sahen aber mehr normal angezogene oder sogar Fasnacht-mässig-Verkleidete. Wir genossen zwei Tage davon, schauten dem traditionellen Kreistanz zu, assen Pinchos und Melcocha und tranken Chicha und Bier mit den Einheimischen.
Sonst nahmen wir es eher gemütlich, spazierten durch das Städtchen und genossen einen Kafi auf dem Plaza Bolivar oder auf einem kleinen Cafe-Balkönli, von wo wir den ganzen Markt überblicken und das rege Treiben beobachten konnten.
Vor allem die letzte Etappe nach Quilotoa führte uns durch wunderschöne Berglandschaft.
Was uns besonders freute, war die Begleitung von Bari, der sich uns auf den ersten Metern angeschlossen hatte, uns den Weg zeigte und andere Hunde fernhielt. Dafür teilten wir unsere zwei Brötli und unser Wasser mit ihm J. Meist ging ein rauer Wind und wenn die Sonne nicht schien, war es keine 10 Grad warm, weshalb wir um die heisse Dusche und die fünf Decken in unserem rustikalen Zimmer im
Nach diesen eher kalten Bergtagen, gönnten wir uns zwei Tage Aufwärmen in den
Wir entschieden uns gegen ein All-Inclusive-Angebot in einer der zahlreichen teuren Lodges, quartierten uns erstmal in einem herzigen Bungalow direkt am Sandstrand vom Rio Misahuallí ein und klapperten dann die Reiseagenturen am Hauptplatz ab, um eine bezahlbare Ein- oder Zwei-Tages-Tour zu buchen. Leider entsprachen die Angebote nicht ganz unseren Vorstellungen – eine Stunde Kanu-Fahren auf dem Fluss für 40 Dollar pro Person oder drei Stunden im Dschungel wandern mit Besuch einer indigenen Familie, die Souvenirs herstellt für 70 Dollar pro Person schien uns doch etwas übertrieben – und so stellten wir unser eigenes Unterhaltungsprogramm zusammen. Wir besuchten das noch nicht so bekannte
Am Nachmittag wanderten wir noch zum Cascada de Latas und genossen ein kühles Bier und Bad.
Baños
Die Hauptstadt Ecuadors liegt auf 2850 Meter über Meer in den
Neuste GPS-Berechnungen haben jedoch ergeben, dass die Messung aus 1736 um rund 240 Meter daneben liegt. Das kleine
Unser Family Homestay lag direkt am Fusse des malerischen
Das Ziel der meisten Touristen, die sich in diese Gegend verirren, ist die Besteigung des Gunung Kerinci. Wir aber waren wegen Patrick und Eshter hier, die sich auf Grund von Patricks ethnologischer Feldforschung über die Kerinci-Kultur für einige Monate hier oben eingerichtet haben. Gemeinsamen unternahmen wir einige Ausflüge. Wir nahmen einen Anlauf zum
Dank Een, einem lokalen Guide, der vor allem Patrick bei seinen Forschungen untertützte, kamen wir auch noch in den Genuss, den Zuckerrohr-Schleckwürfel-Herstellungsprozess zu besichtigen, hinter die Kulissen einer Teefabrik zu spienzeln, mit indonesischen Pfadfinderinnen den Wald zu erkunden und bei einer Probe einer lokalen
Dank Patrick und Sili hat auch der Umsatz an Bintang und Garuda-Peanuts in den letzten Tagen um ein Vielfaches zugenommen :). Am zweitletzten Tag durften wir dann auch noch ein spezielles Naturereignis miterleben.
Nach knapp zwei Wochen verliessen wir das kalte Bergland wieder Richtung
In
Tana Toraja
Die Zeremonie wird so auch über Monate geplant und teilweise finden sich hunderte Menschen für die Feierlichkeit ein. Mit einem Guide durften auch wir mit zu einer Zeremonie, die vier Tage dauerte. Während den ersten beiden Tagen werden die Gäste und ihre Geschenke empfangen, am dritten findet die Opfergabe statt und am vierten wird der Sarg zu Grabe getragen. Wir waren am ersten Tag dort. Gäste kamen und gingen, über Mikrophon wurde verkündet, wer welchen Büffel oder welches Schwein mitgebracht hat, die dann auch gleich geschlachtet und als Dank mit den Gästen geteilt wurden. Nachdem wir einem Familienangehörigen eine übliche Aufmerksamkeit übergaben, wurden wir mit Kaffee und Gebäck versorgt und durftem dem regen Treiben zuschauen.
Am Sonntag erkundeten wir die Gegend auf eigene Faust. Wir kurvten an weiten, saftiggrünen Reisfeldern vorbei, sahen die wertvollen Wasserbüffel in Tümpel baden und besuchten einige Grabstätten. Unter anderem die Felsgräber in Lemo, die von puppenartigen Figürchen, Tau-Tau genannt, bewacht werden, und ein Höhlengrab in Lombok, wo wir von einem Familienmitglied und einer Schar Kinder zum Familiengrab geführt wurden, wo wild verstreut Särge, Knochen und Schädel von den Verstorbenen in einer von Hand erschaffenen Felshöhle lagen.
Am Tag der Rückfahrt drehten wir noch eine Runde auf dem Markt von Bolu, der nur alle sechs Tage stattfindet und vor allem für die Büffel- und Schweineabteilung berühmt ist. Von Isabelle und Ximena verabschiedeten wir uns noch in Bolu und düsten über Sengkang zurück nach Makassar, wo wir den Flieger nach Padang auf Sumatra nahmen, um unser nächstes Ziel, das Kerinci Valley, zu erreichen.
Für Indonesien schon fast beängstigend überpünktlich wurden wir am Hafen von Manado abgeholt und mit einem kleinen Böötli auf die Insel
Manado hat leider ein kleines Problem was die Müllentsorgung betrifft. Plastikmüll wird einfach ins Meer geworfen und endet dann am Strand der Insel Bunaken, da dieser in einer Bucht liegt und somit alles angeschwemmt wird. Es wird vermutet, dass die Schiffe, die zwischen den Philippinen und Manado verkehren, auch dazu beitragen, indem sie ihren Müll kurz vor Ankunft im Hafen „entsorgen“. Auf unserem kurzen Strandspaziergang konnten wir uns selber ein Bild davon machen, was einen doch etwas traurigen Nachgeschmack hinterliess. Für Strandurlaub ist Bunaken wohl nicht der ideale Ort, dafür ein Paradies für Taucher.
Da es wohl für ein Weilchen nicht mehr unter Wasser geht und wir euch doch mal etwas genauer wissen lassen wollen, was wir alles so unter Wasser sehen, folgt diesmal eine kleine Liste:
Und es ging nochmals nach Gili Trawangan, nochmals zu Dino’s und nochmals ins gleiche Bungalow – sogar unsere zwei Bücher, die wir auf dem Regal liegen gelassen haben, lagen noch dort. Das Programm sah ähnlich aus wie das letzte Mal: Sünele, Bädele, Backgammon, Happy Hour, Lassi, Seafood, Nightmarket und und und. Zum Tauchen reichte die Zeit diesmal leider nicht :), dafür unternahmen wir einen kleinen Schnorchelausflug und eine Fahrradtour auf die andere Seite der Insel. Am Mittwoch mussten wir uns dann leider auch vom Rest verabschieden, der wieder Richtung Schweiz reiste. Wir hingegen nahmen den Flieger, der uns in den Norden von Sulawesi nach Manado brachte.
Mit zwei Mietautos ging es für einen Tag nach Ubud. Im