02.08.12 – 05.08.12
Mit dem Büssli ging es nach Bukit Lawang am Rande des Gunung Leuser Nationalparks. Bukit Lawang ist vor allem für das Orang Utan Rehabilitations Center bekannt, in dem in Gefangenschaft geborene oder gehaltene Orang Utans schrittweise wieder ausgewildert werden.
Wir buchten einen Dschungeltrek, kämpften uns zusammen mit einer holländischen Familie zwei Tage durch das Dickicht und liessen uns auf überdimensionalen Gummireifen den gemütlichen Fluss zurück zum Dorf schippern. Die orangen Pelztierchen, die wir aus nächster Nähe beobachten konnten (oder sie uns?) und die teilweise unmittelbar über unseren Köpfen rumturnten, haben uns ziemlich fasziniert. Anscheinend soll ja zwischen ihnen und uns eine genetische Übereinstimmung von 97% bestehen (ach ja, mit dem Schwein sollen ’s 96% sein… 😉 ).
Bukit Lawang selber besteht nur aus einem Strässchen voller Hostels und Souvenirläden und ist eine einzige Touri-Hochburg. Uns hat das Dorf und die Atmosphäre nicht so gut gefallen,haben wir uns doch etwas Authentischeres, Wilderes, Abgeschiedeneres vorgestellt.
Stattdessen lag unserer Meinung nach eine ziemlich gestresste Stimmung in der Luft, da die Hostels untereinander einen grossen Konkurenzkampf hatten und nur an dir interessiert waren, solange die Chance bestand, dir einen Dschungeltrek zu verkaufen. So passierte es uns, dass wir bei Nora’s Rainforest zuerst keine Duschtücher und Toilettenpapier erhielten (because of rain!?) und sogar rausgeschmissen wurden (because of fully booked?!) :). Wir haben uns einfach nicht anstecken lassen und die Tage in vollen Zügen genossen.
Kulinarisch konnten wir auch wieder drei neue Leckereien auf unsere Liste setzen, so probierten wir einen exotischen Tarmolin-Juice, Gado-Gado und Avocado-Shake. Yummie :).
Wie schon viele vor uns herausgefunden haben, ist Medan keine Perle. Für uns bot sich Medan als billige Anflug-Destination von Penang aus an :). Die einzige Attraktion ist die Moschee, die wir in 5 Minuten besichtigt hatten und wir haben die erste Erfahrung im Becak-Fahren, der indonesisches Variante des Tuk-Tuks in Form eines Töfflis mit Seitenwagen, gesammelt :).
Wir spazierten durch Little India und Chinatown und sahen uns die Moscheen, Kirchen und Tempel an. Wir besuchten das von den Briten erbaute Fort Cornwallis mit seinen Kanonen und dem Leuchtturm, drehten mit dem Gratis-Touri-Bus eine Sightseeing-Runde durch die Stadt und plauderten mit den lustigen alten Herren von der
Unserem Boot fehlte zwar zuerst der Captain, dies schien doch ausser uns niemanden zu stören. Erst als wir auf dem Wasser mit Winken und Rufen auf uns aufmerksam gemacht haben, durften wir in ein Boot mit Fahrer umsteigen und kamen mit kleiner Verspätung doch noch auf dem Festland an. Mit dem Minibus gings dann weiter nach Tanah Rata in den Cameron Highlands, dem Tee- und Erdbeerenland :). Die Gegend war dank den kühleren Temperaturen in der Kolonialzeit für die Briten ein beliebter Ferienort, weshalb man noch viele traditionelle Gasthäuser (und einen Golfplatz) sieht.
Mit dem Wetter hatten wir grosses Glück. Die letzten Tage zuvor regnete es anscheinend öfters, während wir dort waren strahlte die Sonne und es war sogar richtig warm. Das Wandern mussten wir trotzdem auslassen, da Valentina eine fiese Wunde am Fuss hatte und keine Schuhe anziehen konnte. Das Alternativprogramm in FlipFlops sah so aus: Wir besuchten die Sungai Palas Boh Teaplantation, spazierten durch die Fabrik und Teeplantagen und gönnten uns bei Anju’s Strawberryfarm Erdbeeren mit Schlagrahm und Erdbeerkuchen. Am Abend schlugen wir uns die Bäuche auf dem Foodmarket voll und genossen im gemütlichen
Perhentian Islands ist eine Inselgruppe an der Ostküste Malaysias. Wir waren auf der kleineren der zwei Hauptinseln, Perhentian Kecil, am Long Beach. Die Insel besteht hauptsächlich aus Dschungel und weissen Sandstränden mit türkisblauem Wasser und es kommt ab und zu mal vor, dass ein Varan vorbeischaut um Hallo zu sagen und Eichhörnchen dein Chalet mit Nüssen bewerfen :). Wieder haben wir ein Fleckchen Paradies mit traumhafter und gemütlicher Stimmung gefunden.
Wir haben all die Tage nicht nur das chillige Inselleben und das gute Essen genossen. Wir haben uns tatsächlich an den Open Water Dive Course gewagt, steckten unsere Nasen während vier Tagen in ein Theoriebuch une statteten Nemo unter Wasser mehrere Besuche ab. Wir haben definitiv Lust auf mehr Tauchgänge – sobald das Wasser wieder aus unseren Ohren verschwunden ist :).
Beim ersten Besuch haben wir nicht viel unterommen. Wir waren in der Nacht auf dem KL Tower und genossen den Ausblick auf die Stadt und insbesondere auf die Petronas Towers, die wir uns auch noch von Nahem anschauten und wo wir die obligatorischen Fotos schossen :).Beim Besuch des 10-stöckigen Shopping Paradies Bataya Time Square hat Säbi auch noch ihre neue Fast-Food-Kette entdeckt, die Toast Box, ein im 60er Jahre Stil dekoriertes Cafe, wo’s nur Kaffee, Tee und Toast gibt, yummie. Und natürlich haben wir mit Fedi mitgefiebert und -gefeiert :).
Irgendwo zwischen Kuala Lumpur und Kuala Besut wurde Silis Rucksack gestohlen, sein ganzes Hab und Gut reduzierte sich in kürzester Zeit auf ein Paar Boxershorts, kurze Hosen, ein T-Shirt, ein Puli und Flip Flops (und den Tagesrucksack mit allen Wertsachen, zum Glück). Mit dem ganzen Car (inkl. einiger Fahrgäste) gings zur Polizei, die nur mit den Schultern zuckten und uns an die Polizei in Kuala Lumpur verwies, da der Rucksack vermutlich bereits dort gestohlen wurde, bevor wir überhaupt den Busbahnhof richtig verlassen haben – organisierte Banden seien am Werk, schön warnen sie die Kunden im Nachhinein :). Also mit demselben Bus, dieselbe Strecke – diesmal bei Tageslicht– zurück nach Kuala Lumpur. Dort verbrachten wir die nächsten zwei Tage mit Videoüberwachungsbänder analysieren, Polizeirapport ausfüllen und Marathon-Shopping für Sili. Säbi durfte sich zur Belohnung fürs Taschentragen auch noch zwei T-Shirts für 6 Ringit (2 Franken) pöschtele :).
Die Zugfahrt von Ella nach Colombo gilt als eine der schönsten Bahnfahrten Asiens. Wir wollten die Fahrt in zwei Etappen machen und hatten Glück, da wir dank dem Hostel-Besitzer des Suntop Inn noch zwei „1st Class Observation Car Tickets“ von Ella nach Kandy ergattern konnten. So liessen wir uns in einem gemächlichen Tempo durch die schöne Berg-Tee-Wiesen-Dschungel-Landschaft schütteln. Zwischendurch wurde es zwar ziemlich neblig, den grössten Teil der Fahrt konnten wir jedoch den Kopf aus den Fenstern strecken und den Fahrtwind geniessen.
Mit uns befand sich auch eine Familie mit Freunden im Waggon. Zusammen genossen sie ein paar Tage Urlaub. Auf halber Strecke packten sie Gitarre und Trommel (und Schnaps) aus und unterhielten uns mit hrem Geklatsche und Gesang. Wir hatten eine sehr kurzweilige und amüsante Zugfahrt und mussten versprechen, bei der nächsten Sri Lanka Reise bei ihnen vorbeizuschauen.
Kandy selbst empfing uns mit üblem Wetter und kalten Temperaturen. Es sollte in den nächsten Tagen nicht besser werden, weshalb wir gleich Zugtickets für den nächsten Tag Richtung Colombo organisierten. Am Abend besuchten wir noch die buddhistische Zeremonie im
Mit kleiner Verspätung verliessen wir Kandy am nächsten Tag wieder und fuhren im Radjanhani-Luxury-Coach Richtung Colombo. Wir genossen es in bequemen Ledersitzen zurückgelehnt unser Käfeli zu schlürfen und einfach in die Welt hinaus zu gucken. Wir hatten beide nach den Tagen auf dem Land (noch) überhaupt keine Lust auf Grossstadt, weshalb wir in Colombo nur kurz einen Verpflegungsstopp einlegten und mit dem letzten Bus nach Negombo fuhren. Bei Victor vom
Nach so viel Strand ging es für die letzten Tage noch ins Hochland nach Ella, ein winzig kleines Dörfchen inmitten von weiten Teeplantagen. Wir haben uns Fahrräder ausgeliehen und sind damit den Little Adams Peak hochgefahren, von wo wir einen wunderschönen Blick auf die grünen Teefelder hatten, bis uns der Monsoon-Regen einholte :). Im Nescoffee Shop haben wir den bisher besten Kaffee der Insel erhalten und uns an singhalesische Spezialität gewagt: Lamprai – Reis, Fleisch und Curry in einem Bananenblatt gebacken. Dort haben wir dann auch bei Bier und Mojito den Spanischen Sieg an der Fussball-EM gefeiert :).