The Blackall Range, Glass House Mountains & Bribie Island

15.12.12 – 16.12.12

The Blackall Range

Nach einigen Tagen Sand, Strand, Meer waren wiedermal ein paar Tage in den Bergen angesagt. Wir fuhren auf dem Scenic Drive in die Blackall Range, ins Hinterland der Sunshine Coast. In Montville machten wir eine kleine Kafipause in einem Resti mit wunderschöner Sicht auf die Glass House Mountains, durch die wir am nächsten Tag auch hindurchfuhren. Auf Bribie Island, einer Sandinsel vor Brisbane, liessen wir den Sonntag gemütlich ausklingen.

 

Bundaberg, Hervey Bay & Fraser Island

11.12.12 – 14.12.12

Bundaberg DistilleryDa wir um Weihnachten in Sydney sein mussten, zog es uns nach einer Nacht in 1770 auch bereits wieder weiter. In Bundaberg besuchten wir die weitbekannte lokale Rum-Distillery. Auf einer einstündigen Führung erfuhren wir so Einiges über den Herstellungs- und Lagerungsprozess und durften am Schluss sogar noch zwei Shots degustieren.

Der nächste Stopp war Hervey Bay, wo wir eine zweitägige Tour auf Fraser Island buchten. Zusammen mit 12 anderen Touris, Deutsche, Schweizer und zwei Engländer, erkundeten wir die nächsten zwei Tage die grösste Sandinsel der Welt. Champagne PoolsNicht nur das Fahren auf Sandautobahnen am Strand – wir durften sogar selber hinters Steuer sitzen – war ein Highlight, Fraser Island bietet traumhafte und abwechslungsreiche Natur: Wir spazierten vierzig Minuten über weite Sanddünen und standen plötzlich vor dem Süsswassersee Lake Wabby, genossen die weite Aussicht von den Indian Heads, badeten im Sprudelwasser der Champagne Pools, liessen uns das Flüsschen in der Eli Creek – einem Jungbrunnen, der anscheinend zehn Jahre jünger macht – runter treiben und genossen die Stille und das kristallklare Wasser am Lake McKenzie. Fraser IslandUnterwegs hielten wir noch beim Wrack des ehemaligen Luxusliner Maheno, das 1935 auf Fraser Island gestrandet ist und seither vor sich hinrostet. Für Unterhaltung sorgte unser Jeep von selbst: Nach einem platten Reifen hat sich noch die Kupplung verabschiedet, was zu kleinen zeitlichen Verzögerungen führte. Mit der aufkommenden Flut wurde es auch immer spannender, ob wir den Rückweg überhaupt noch schafften. Aber unser Guide Hans hat jede noch so verzwickte Situation mit Bravour gemeistert und wir erwischten sogar die Fähre zurück nach Hervey Bay rechtzeitig.

 

Sarina, Rockhampton, Agnes Water & Town of 1770

07.12.12 – 10.12.12

Agnes WaterAuf dem Weg Richtung Süden stoppten wir unter anderem in Sarina, wo wir am Armstrong Beach übernachteten und kurz in der Sarina Sugar Shed, der lokalen Zuckerrohrfabrik, vorbei schauten. Die letzte Führung haben wir knapp verpasst, weshalb wir uns im Lädeli mit Süssigkeiten eindeckten und nach Yeppoon weiterfuhren. Unterwegs machten wir im berühmten Flaggy Rock Halt und genossen Glace und Bananenbrot, bevor wir – zu Freuden der Jungs – auf einem Campingplatz mit riesigem Gumpikissen übernachteten. Ein kleiner Zwischenstopp in Rockhampton, dem Beef-Center Australiens, in einer Wild West Kneipe mit eigener Rodeo-Arena, durfte natürlich auch nicht fehlen. Besonders gemütlich war die Abendstimmung in den den beiden Zwillingsstädtchen Agnes Water und Town of 1770,  letzteres ist vor allem durch James Cook, Australiens Entdecker, bekannt.

Townsville, Magnetic Island & Eungella Nationalpark

02.12.12 – 06.12.12

KakaduWeiter ging es Richtung Süden nach Tully. Tully erhielt eine spezielle Auszeichnung, für das nässeste Dorf in Queensland: einen goldenen Gummistiefel. Neben dem Kohl von Berastagi (Indonesien) wohl das zweitskurrilste Wahrzeichen, das wir auf unserer Reise gesehen haben. Weiter ging es nach Townsville, wo wir noch vor dem Sonnenuntergang auf dem Castle Hill  Castle Hilldie schöne Aussicht genossen und am nächsten Tag Magnetic Island erkundeten. Auf der Insel wurden wir von einem Papagei mit Kokosnussstückchen beworfen, grillierten am Strand an einem der BBQ Stellen Würstchen zum Zmittag und spazierten auf dem Fort Walk auf einen Hügel mit fast 360° Aussicht. Zurück in Townsville konnten wir auch endlich Bandi aufladen, der uns für ein paar Wochen Gesellschaft leisten wird. Zusammen gings weiter Richtung Eungella Nationalpark, wo wir die Natur genossen und sogar das Glück hatten einen Platypus, ein kleines herziges Schnabeltier, zu sehen.

Atherton Tableland & Mission Beach

29.11.12 – 01.12.12

Nach der ersten Nacht mit Bubble ging unsere Fahrt über die Atherton Tablelands Richtung Mission Beach. Dazwischen schauten wir uns den Curtain Fig Tree, statteten dem Dörfchen Yungaburra einen Besuch ab, um zu merken, dass es dort nichts zu sehen gibt und nach einem Halt am Lake Barrine fuhren wir schliesslich zum Lake Tinaroo, wo wir übernachteten.

Lake Tinaroo

Am nächsten Morgen wollten wir an den Millaa Millaa Falls ein erfrischendes Bad nehmen, leider regnete es in Strömen, weshalb das Bad nicht mehr nötig war :). Dafür fuhren wir weiter zur Mungalli Creek Dairy Bio-Dynamic Organic Farm, degustierten Joghurt und deckten uns gleich mit ein paar Köstlichkeiten ein. Das erste Joghurt musste bereits auf dem Parkplatz vor der Farm drann glauben. Ohne grosse Umwege ging es dann an den Mission Beach, einem 14km langen goldenen Sandstrand. An der Bingil Bay haben wir einen Schlafplatz direkt am Meer gefunden und blieben gleich noch einen Tag dort, um noch ein bisschen an Bubble rumzubasteln und zu relaxen. In der Nacht erhielten wir dann noch Besuch von einer Maus, die Sili über’s Bein krabbelte und sich an unseren Vorräten verging :).

Kuranda, Barron Falls & Mareeba

28.11.12

Endlich raus aus Cairns. Am Morgen mussten wir aber noch auschecken, putzen, Büssli einräumen, Bürokratisches erledigen, zwei drei Sachen einkaufen und unser Deposit im Office zurückfordern. Und dann konnte es losgehen. Wir fuhren Richtung Norden, nach Kuranda.

Barron FallsKuranda war in den 60er Jahren ein Hippie-Dorf, heute besteht es hauptsächlich aus Cafes und Souveniershops und man kann anhand geführter Touren „die Kultur der Aborigines“ kennen lernen oder für 15 Dollar einen Koala Bär halten. Wir waren daher nicht ganz so traurig, dass wir etwas spät dran waren und vieles schon geschlossen hatte :). So sind wir noch ein Stückchen weitergefahren, zu den Barron Falls und genossen die Abendsonne bei einem wunderschönen Ausblick auf die Wasserfälle. Übernachtet haben wir in Mareeba, auf einem einfachen, aber herzigen Campingplatz und stiessen bei Bier und Wein auf unsere erste Nacht mit Bubble an :).

 

Cairns & Great Barrier Reef

03.11.12 – 27.11.12

Zmorge im Hides Coffee CafeNach einem Nickerchen am Flughafen und einem gediegenen Geburi-Frühstück für Sili im Hides Cafe konnten wir unser Zimmer im Sharehouse beziehen. Die Backpackers sind alle schweineteuer und anstatt mit zehn anderen für 25 Dollar pro Nase in einem fensterlosen Zimmer zu schlafen, zogen wir es vor in eine Art WG zu ziehen. Wir waren mehrheitlich von pupertierenden Engländer umgeben, aber zum Glück waren da noch Saskia und Erik, mit denen wir sehr gerne ein paar lustige Abende bei Wein und Bier verbrachten. Sonst hielten wir uns mit Pool-Grill-Party, Zopf-Back-Orgien, Kakerlaken-Fangis oder einem Schwumm in der Lagoon, ein künstlich angelegter Salzwasserpool am Meer, bei Laune und genossen es, mal wieder aus einem Schrank und nicht aus dem Rucksack zu leben :). Natürlich liessen wir uns auch das Great Barrier Reef nicht entgehen und tauchten in die Unterwasserwelt des weltweit grössten Korallenriffs ein. Leider ist ein Grossteil des Riffs durch die Erhöhung der Wassertemperaturen abgestorben und dadurch nicht mehr so farbenfroh, wie es einst war. Wir waren trotzdem nicht enttäuscht, wir sahen schliesslich tausende kleine herzige Nemos und den grössten (schlafenden) Hai, den wir bis anhin gesehen haben.

Tauchen am Great Barrier Reef

Und da war dann noch die Total Solar Eclipse vom 14. November. Wir hatten das Glück, dass wir uns dank Bonnie und Tim, einem amerikanischen Paar, das wir in Indonesien kennen gelernt haben, einem freakigen Eclipse-Anhänger-Grüppchen rund um den Tätschmeister Kryss anschliessen durften und bei einem kleinen Vortrag am Vorabend noch so einiges Interessantes über dieses Ereignis erfahren durften. Am Tag selber fuhren wir Morgens um halb vier an einen kleinen Privatstrand und warteten gespannt. Und es hat sich gelohnt. Die Atmosphäre, nicht nur in den kurzen zwei Minuten der totalen Finsternis, sondern auch Vorher und Nachher, war einzigartig und wir kamen teilweise nicht mehr aus dem Staunen raus. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis.

Pink PantherUnser eigentliches Ziel in Cairns war, ein Büssli zu finden, das für die nächsten Monate unser Zuhause werden sollte. Wir schauten uns viele Büssli an – gute, schlechte, teure, billige, pinke, grüne – das Rennen machte schliesslich ein weisses VW-Büssli mit Pop-Up-Dach, Kühlschrank, Chäschtli, Bett und viel Gerümpel. „Bubble“ machte leider schon am zweiten Tag schlapp, der Verkäufer hatte bereits das Weite gesucht und wir verbrachten eine gute Woche mit rumdökterle und rumschrauben, um das Problem zu finden. Als Sili McGyver-mässig aus einem Wasserkanister und ein bisschen Gartenschlauch einen neuen Benzintank gebastelt hatte, lief er wieder, als wäre nie was gewesen. Also bestellten wir einen neuen Tank, der eine ganze Woche brauchte, bis er von Sydney nach Cairns geliefert wurde, nochmals zwei Tage benötigte, um in Cairns den Weg in die richtige Garage zu finden und dann noch irgendwie montiert werden musste. Geduld und starke Nerven (und ein paar zusätzliche Dollar) waren gefragt, zum Glück gabs ein Happy End :). Aber uns wurde ja eigentlich schon von Anfang an versichert: No worries, mate!

Perth

02.11.12 – 02.11.12

Perth

Hello from Down Under. Von Perth haben wir nicht viel gesehen, wir sind nur kurz mit all unserem Grümpel – die Lockers am Flughafen in Perth waren alle besetzt!!! – in die Innenstadt gefahren, haben Zmittag gegessen, sind kurz an die Esplanade runter und haben dort die letzten Sonnenstrahlen genossen, bevor es wieder zurück an den Flughafen und weiter nach Cairns ging. Perth hat auf den ersten Blick aber ganz nett ausgesehen und wir hoffen, dass wir es auf unser Trip nochmals hierhin schaffen :).

Ubud, Pura Besakih, Amed, Tulamben, Lovina & Jatiluwih

27.10.12 – 01.11.12

Suckling PigDie letzten Tage in Indonesien verbrachten wir in Ubud und Umgebung. Ubud gilt als die Künstlerstadt Balis, vor allem Malereien, Batik, Holzschnitzereien und Steinskulpturen kann man sich hier anschauen. In Ubud darf man aber vor allem Eines nicht verpassen: Babi Guling – Suckling Pig. Natürlich liessen wir uns diesen Schmaus nicht entgehen und statteten dem Schwein im Warung Ibu Oka einen kurzen Besuch ab… Yummie.

Drei Tage lang düsten wir mit dem Töffli durch die Gegend. Zuerst ging es nordwärts zur hinduistischen Tempelanlage Pura Besakih. Da gerade der wichtigste Vollmondtag im Jahr war, kamen viele Familien zum Muttertempel Balis um zu beten und gemeinsam zu feiern. Sartaya Bungalows in KalibukbukWeiter ging es an die Ostküste, wo wir in Amed übernachteten und in Tulamben beim Tauchen das Liberty Wreck aus dem Zweiten Weltkrieg erkundeten. Die zweite Nacht verbrachten wir an der Nordküste im verschlafenen Lovina, bevor wir über die saftiggrünen Reisterrassen von Jatiluwih zurück nach Ubud fuhren. Auch unterwegs kamen wir an zwei, drei Schweinchen vorbei und konnten es uns nicht verkneifen, einen Happen zu probieren :). Unseren Abschiedsabend feierten wir in bester Gesellschaft von Julia und Anna bei einer Runde Mango-Margarita am Strand von Semyniak – Pröschtli.

Indonesien hat uns unglaublich gut gefallen und wir werden vielleicht sehr bald wieder zurück sein, um uns den Rest anzuschauen ;).